Deutsche Einzelmeisterschaft U18

(25.02.2023)

Am 25.02.2023 fand die Deutsche Einzelmeisterschaft im Judo der Männer U 18 in Leipzig statt.

Durch ein „pyramidenartiges“ Qualifikationssystem, welches für unsere Puchheimer Judoka bedeutete, dass sie sich über die oberbayerischen und bayerischen Meisterschaften sowie den Süddeutschen Meisterschaften qualifizieren mussten, ist jedem Teilnehmer bewusst, dass an diesem Event nur die Top-Athleten aus ganz Deutschland teilnehmen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten gleich zwei Judoka des FC Puchheim an diesem sportlichen Highlight in dieser Altersklasse teilnehmen. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass sich Philipp Gonschorek in der teilnehmerstärksten Gewichtsklasse bis 66 kg als einziger Judoka des jüngsten von drei Jahrgängen qualifizieren konnte. Das ist speziell in dieser Gewichtsklasse eine absolute Ausnahmeleistung.

Auch wenn es für Jakob Schlüter nach 2022 bereits die zweite Teilnahme an der „Deutschen“ war, konnte man beiden Sportlern die riesige Aufregung anmerken. Das Trainerteam um Rico Gonschorek versuchte dem entgegenzuwirken, indem beide gleich auf die Matte geschickt wurden, um sich „warm zu kämpfen“.

In Runde eins zeigte besonders Jakob sein Können und war optisch seinem Gegner klar überlegen. Allerdings startete er kurz vor Ablauf der regulären Kampfzeit einen Angriff, dem der Gegner ausweichen konnte, so dass sich Jakob quasi selbst auf den Rücken legte. Diese Situation konnte sein Gegner nutzen und ihn in eine Festhaltetechnik übernehmen.

In der sog. „Trostrunde“, in der man zumindest noch die Bronzemedaille gewinnen kann, zeigte Jakob erneut starkes Judo und hatte auch in diesem Kampf die Oberhand. Aber auch hier unterlief ihm eine winzige Unaufmerksamkeit, die sein Gegner für sich nutzen konnte.

Philipp konnte in seinem ersten Kampf seine Nervosität nicht komplett ablegen. Außerdem hatte er einen Gegner, der ihm aufgrund seines Alters physisch überlegen war. Dem konnte er lange Zeit durch seine technischen Fähigkeiten standhalten, aber am Ende konnte sein Gegner eine entscheidende Wurftechnik ansetzen.

Auch bei Philipp sah es in der Trostrunde lange so aus, als ob es keinen anderen Gewinner geben kann, aber auch in diesem Kampf unterlief unserem Judoka ein kleiner Fehler, den Judoka auf diesem Niveau sofort ausnutzen können.

Nach einer (nachvollziehbaren) Phase der Enttäuschung ist es den Trainern gelungen, den Sportlern klar zu machen, wie nah sie an der deutschen Elite dran sind, auch wenn es das Ergebnis nicht direkt widerspiegelt. Beide Sportler haben noch ein bzw. zwei Jahre Zeit, die kleinen Fehler in Zukunft zu beseitigen und auch auf diesem Level Medaillen zu gewinnen.

Die Trainer waren mit den Leistungen zufrieden, auch wenn es die Ergebnisse nicht widerspiegeln. Aber unsere „Jungs“ haben u.a. auch von den Trainern ihrer direkten Gegner ein Mega-Lob für Ihre Leistungen erhalten, was auch aufzeigt, dass man auch als „kleiner“ Verein ganz oben (und das nicht zum ersten Mal) mitmischen kann.

Respekt an euch alle!

Link zu allen Judoberichten.

 

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