Am 14. und 15.02.2026 stellten sich die Puchheimer Judoka der Süddeutschen Judoelite, um ihre Süddeutschen Meisterinnen und Meister in der U18 und U21 in Pforzheim zu ermitteln.
Das Turnier war hochklassig besetzt, da es neben „Ruhm und Ehre“ für die Medaillengewinnerinnen und -gewinner auch um die Qualifikation für die Deutschen EM ging.
Leider gab es bereits am Tag vor dem Turnier eine Hiobsbotschaft, da sich Ivan Zhitenev einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat und daher gar nicht erst an den Start gehen konnte. Gute Besserung an dieser Stelle.
Für Raphael Kunz galt es, nach seiner langen Verletzungspause so gut wie möglich zu performen und bei idealem Verlauf die Qualifikation für die „Deutsche“ zu erreichen. Nach denkbar knapp im golden Score verlorenem ersten Kampf drehte Raphael in der Trostrunde so richtig auf, gewann mehrere Kämpfe und stand somit im Kampf um Bronze. Leider machte sich hier die lange Zwangspause bemerkbar und ihm „ging etwas der Saft aus“. Am Ende ein hervorregender 5. Platz und die Qualifikation für die Deutschen EM U18 in Leipzig,
Auch Zoe Roeder musste sich in ihrem ersten Kampf in einer sehr strittigen Situation im golden Score ihrer Gegnerin geschlagen geben. Die anfängliche Enttäuschung wich schnell der Zuversicht, sich über die Trostrunde noch die Bronzemedaille zu sichern. Und so kam es dann auch. Nach vier sehenswerten Siegen konnte sie sich über Bronze freuen.
Und dann waren da noch die beiden Youngsters Emily Stupek und Milla Prichodko, die in der Gewichtsklasse bis 57 kg an den Start gingen. Wie auf der „Bayerischen“ erwischten beide erneut einen „Sahnetag“ und konnten sich durch drei souveräne Siege bis ins Halbfinale vorkämpfen. Beide mussten sich dort jeweils einer aktuellen deutschen Nationalkaderathletin stellen.
Milla konnte ihr Halbfinale bis weit in den golden Score hinein ausgeglichen gestalten. Erst eine dritte Bestrafung, was im Judo zur Niederlage führt, brachte die Entscheidung zu Gunsten ihrer Gegnerin. Beflügelt von dieser unerwartet starken Leistung konnte sie das Duell um Bronze schnell für sich entscheiden.
Auch Emily zeigte in ihrem Halbfinale eine starke Leistung, konnte die knappe Niederlage schlussendlich aber nicht verhindern. Somit stand auch sie im Kampf um Bronze. In einem beherzten Duell hatte Emily ihre Gegnerin am Rand einer Niederlage. Leider hatte sie dann einen winzigen Moment der Unachtsamkeit, den ihre Gegnerin direkt für sich nutzen konnte. Auch für sie bedeutete dies Platz fünf und die Qualifikation zur Deutschen.
Erstmals überhaupt haben sich damit gleich vier Judoka des FC Puchheim für die Deutschen Meisterschaften in der U18 qualifiziert.
Am Sonntag griffen die Judoka der U21 ins Geschehen ein. Als erstes trat Philipp Gonschorek auf die Tatami. Er ist seit diesem Jahr neu in die Altersklasse aufgestiegen. Das allein ist schon Herausforderung genug, aber er engagiert sich im Rahmen eines „FSJ“ für die Allgemeinheit. Das ist leider nicht immer kompatibel mit den Trainingszeiten. Trotz dieser ungünstigen „Begleitumstände“ konnte sich Philipp bis ins Halbfinale vorkämpfen. Leider hat er in der Folge sowohl das Halbfinale als auch den Kampf um Bronze knapp verloren, aber mit Platz fünf ebenfalls die Quali zur Deutschen erreicht.
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der „Ladys“.
Als erste ging Zoe Roeder für den FC Puchheim an den Start. Nach vier souveränen Siegen gegen die deutschen Meisterinnen aus der Vergangenheit durfte sie sich am Ende etwas überraschend als Süddeutschen Meisterin feiern lassen.
Den Abschluss bildete Katharina Müller. Sie konnte sich bis ins Halbfinale vorkämpfen. In diesem musste sie sich leider nach anfänglichen Vorteilen ihrer Gegnerin geschlagen geben. Den Kampf um die Bronzemedaille konnte sie anschließend souverän für sich entscheiden.
Vier Qualifizierte für die Deutschen EM U18 sowie drei für die U21 stellen einen bislang einzigartigen Erfolg für das Judoteam Puchheim dar.






